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Kraftstoffe aus Sonnenlicht

Im Mittelpunkt der Forschung des Physikers Niyazi Sariciftci stehen seit Jahren organische Halbleiter, die er für die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom nutzen will. Organische Solarzellen haben gegenüber herkömmlichen Silizium-Solarzellen zahlreiche Vorteile, etwa die kostengünstige Produktion und ihre mechanische Flexibilität, sie können vom Wirkungsgrad her aber noch nicht mit kristallinen Silizium-Solarzellen mithalten.

In den vergangenen Jahren hat sich Sariciftci einer neuen Forschungsrichtung zugewendet, der Herstellung synthetischer Brennstoffe durch CO2-Recycling. Für seine Arbeiten an der Sonnenenergieumwandlung erhielt Prof. Sariciftci den Wittgensteinpreis 2012. Hintergrund ist das nach wie vor ungelöste Problem der Speicherung und des Transports von erneuerbaren Energien. Eine effektive Methode wäre die Umwandlung von Wind- und Solarenergie in synthetische Brennstoffe. Vorbild ist im Prinzip die Photosynthese von Pflanzen. Mit Hilfe photo-elektro-katalytischer Effekte soll Kohlendioxid aus der Luft bzw. aus Abgasen entnommen und zu einem Brennstoff zurückgeführt werden. Mit derart hergestellten Kohlenwasserstoffen ließe sich erneuerbare Energie speichern und transportieren, diese synthetischen Kraftstoffe wären zudem weitgehend CO2-neutral.

Diese synthetischen Kraftstoffe, die durch eine "künstliche Photosynthese" erzeugt werden, können eine praktische Alternative zu den herkömmlichen, fossilen Brennstoffen werden, ohne die globalen Transportsysteme komplett umzubauen. 

Referent: Univ. Prof. Dr. DDr. h.c. Niyazi Serdar Sariciftci, FRSC

Univ.-Prof. Mag. Dr. DDr. h.c. Niyazi Serdar Sariciftci ist Vorstand des Linzer Instituts für Organische Solarzellen (LIOS, www.lios.at) sowie des Instituts für Physikalische Chemie an der Johannes Kepler Universität Linz. Geboren 1961 in Anatolien, besuchte Sariciftci das österreichische St.-Georgs-Kolleg in Istanbul. Er studierte Physik an der Uni Wien und promovierte in 1989, arbeitete über drei Jahre an der Universität Stuttgart und forschte anschließend 4 Jahre lang beim späteren Chemie-Nobelpreisträger (2000) Alan Heeger an der University of California. Seine Hauptforschungsrichtung besteht in der organischen Halbleiterforschung für Umwandlung der Sonnenenergie in elektrische Energie (sog. Photovoltaik), sowie in der chemischen Speicherung derselben mit Hilfe der CO2 Recycling in künstlichen Brennstoffen. Weiters hat Sariciftci weltweit die bio-organische Halbleiterforschung führend mitgestaltet.

Teilnahmebedingungen:

Die/der Teilnehmer/in stimmt den IAT Teilnahmebedingungen an öffentlichen Veranstaltungen zu:
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Alles auf einen Blick

Datum, Uhrzeit 12.04.2024, 19:00
Anmeldeschluss 12.04.2024, 10:00
Veranstaltungsort Klostersaal Traunkirchen