Studierenden-Workshop: Designing with purpose – Balancing Sustainability, Aesthetics, and Performance with Future Materials
Beim Workshop Designing with Purpose, einer einzigartigen Kooperation zwischen der Johannes Kepler Universität Linz und der Kunstuniversität Linz, arbeiteten Studierende aus ganz Österreich an Ideen für nachhaltige, zukunftsorientierte Produktentwicklung.
Im September 2025 verwandelte sich die Internationale Akademie Traunkirchen in ein kreatives Labor: Beim Workshop Designing with Purpose, einer einzigartigen Kooperation zwischen der Johannes Kepler Universität Linz und der Kunstuniversität Linz, arbeiteten Studierende aus ganz Österreich an Ideen für nachhaltige, zukunftsorientierte Produktentwicklung. Initiiert von Martin Reiter (JKU-IPPE) und moderiert von Elke Bachlmair (Kunstuniversität Linz) zeigte der Workshop, wie Kreativität, Nachhaltigkeit und innovative Werkstoffe im Designprozess zusammenwirken.
Den inhaltlichen Auftakt bildete eine Einführung in kreative Denkprozesse und Methoden des Design Thinking. Elke Bachlmair und Florian Nimmervoll (Kunstuniversität Linz) zeigten in kurzen Theorieimpulsen und Übungen, wie sich Ideen strukturieren, bewerten und weiterentwickeln lassen – als Grundlage für interdisziplinäre Produktentwicklung.
Einen praxisnahen Einblick in industrielles Design bot der Beitrag von Florian Seidl (Lavazza). Am Beispiel der Entwicklung zweier Kaffeemaschinen wurde deutlich, wie gestalterische Entscheidungen Funktionalität, Nutzererlebnis und Markenidentität miteinander verbinden. Aufbauend darauf entwickelten die Studierenden eigene Anwendungsszenarien und nutzten Methoden wie Crazy 8s und Rollenspiele, um kreative Ideen zu konkretisieren.
Wie sich Konstruktionen an unterschiedliche Nutzungssituationen anpassen lassen, zeigte das Beispiel eines Schrankensystems mit „compliant mechanism“, vorgestellt von Danijela Tolanov-Vogl (SKIDATA). Die Studierenden analysierten die Funktionsprinzipien adaptiver Mechanik und setzten ihre Ideen mithilfe von LEGO-Prototypen in einfache Bewegungsmodelle um.
Den Transfer in den Mobilitätsbereich veranschaulichte das integrale Cockpit-Konzept von Alexander Lawundy (Canyon). Es demonstrierte, wie Kunststoffspritzguss und Leichtbau zur Effizienz und Ressourcenschonung in der Fahrradentwicklung beitragen können.
Vertieft wurde die Materialperspektive durch Beiträge von Martin Reiter (JKU-IPPE), Umut Cakmak (JKU-IPPE) und Markus Wimmer (Plastic Innovation). Ihre Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten zu polymeren Werkstoffen, additiver Fertigung und nachhaltiger Materialsubstitution zeigten, wie neue Technologien ökologische Verantwortung und gestalterische Freiheit verbinden.
Der Workshop Designing with Purpose zeigte, wie kreative Methoden, technische Expertise und materialwissenschaftliche Forschung gemeinsam zu nachhaltigen Designlösungen führen können. Durch den Austausch zwischen Universität, Industrie und angewandter Forschung entstand ein praxisnaher Lernraum, in dem Studierende den gesamten Prozess, von der Idee bis zum funktionsfähigen Konzept, erlebbar machten. Die Veranstaltung verdeutlichte, dass verantwortungsvolles Produktdesign nicht nur Innovation fördert, sondern auch neue Perspektiven für eine zukunftsorientierte Gestaltung eröffnet.














